Rundbrief Dezember 2019

Ich, der HERR, habe Frieden für euch im Sinn und will euch aus dem Leid befreien.
Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Mein Wort gilt!
Jeremiah 29:11

Liebe Freunde von Amuka!

Beim Anblick dieser beiden Kinder kam mir in den Sinn, dass sie beispielhaft für so viele Menschenleben in Uganda stehen: Die beiden wirkten so hoffnungslos und verdreckt, dass man sich einfach keine gute Zukunft für sie vorstellen kann. Im Widerspruch dazu steht auf dem T-Shirt des Jungen: I can change the world. Wir erleben beides immer wieder, dass Menschen die von Gott gegeben Chancen anpacken und ihr Leben zum Besseren verändern, andererseits scheinen viele es nicht zu schaffen, Verantwortung zu übernehmen und verbauen sich damit jede Chance.

Die heftigen und andauernden Regenfälle in den letzten Wochen haben den Alltag sehr beeinträchtigt, da die Straßen oft kaum passierbar waren. So nass haben wir es noch nicht erlebt und etliche Menschen in Ost-Afrika verloren ihre Ernte oder sogar ihr Leben. Auch unsere Aktivitäten wurden durch den Regen immer wieder beeinträchtigt, glücklicherweise musste aber nichts ausfallen. Mit allen Gruppen haben wir auch Weihnachtsfeiern gehabt, was bei allen große Freude ausgelöst hat. Besonders wichtig ist in Uganda ja immer das Essen bei solchen Feiern!

Bible-Club Weihnachtsfeier; im Vordergrund der herzkranke Abraham

Am Samstag hatten wir eine Feier im Bible Club, wozu 230 Kinder und Jugendlichen kamen. Neben den üblichen Programmpunkten Porridge, Lobpreis und biblische Botschaft, gab es viele Spiele ( z.B. Sackhüpfen) und Naschis. Die Zahl der Kinder wächst kontinuierlich, was toll ist, uns aber auch vor die Frage stellt, wie wir das in Zukunft handhaben wollen, da mehr Mitarbeiter, Finanzen und Räumlichkeiten benötigt werden.

Die Teinehmer der „Family Group“ hatten sich T-Shirts für die Mitglieder gewünscht, die ersten wurden am 12.12. verteilt.

Auch unsere Seminargruppe am Freitag wächst und es herrscht eine immer größere Offenheit. In den letzten Wochen haben wir die Themen „Hühnerhaltung als Einkommenserwerb“, „Furcht“ ( vor bösen Geistern und Menschen) und „Leiden“ und behandelt. Furcht ist immer wieder etwas, was das Leben der Menschen sehr beeinflusst. Diese Woche erzählte ein Freund mir, sein Vater habe ihn als Kind auf eine weit entfernte Schule geschickt, da die Eltern sich getrennt hatten und er eine Stiefmutter hatte, die ihn aus Eifersucht vergiften wollte, da er in der Schule besser war als ihre eigenen Kinder. So war es sicherer für ihn weit weg zu sein.

Die Mitglieder der Spargruppe warten auf die Auszahlung ihrer Einlagen. Mit dem Geld kaufen vor Weihnachten viele neue Kleidung und gutes Essen.

Anfang Dezember wurden aus unserem Lager 40 kg Mais gestohlen. Wir haben zwar eine Vermutung und nehmen auch an, dass einige Mitarbeiter mehr wissen als sie sagen, aber der wirkliche Beweis fehlt uns. Auch hier zeigt sich, dass die Mitarbeiter Angst voreinander haben, auch wenn insgesamt die Offenheit wächst.
In den letzten Wochen haben wir so viel Zeit darauf verwandt über Ehrlichkeit, Leben im Licht und Integrität zu reden.
Diese Woche kommt Samuel Bawala mit einem Freund zu einem zweitägigen Workshop über Integrität, Motivation und Verantwortung.
Im Januar möchten wir wieder sechs Jugendliche nach Jinja schicken, wo sie in einer zweiwöchigen Youth School von Gottes Vaterliebe und Befreiung von Bindungen an negative Verhaltensweisen lernen. So hoffen wir nach und nach auf immer mehr Veränderungen und geheilte Beziehungen.

Das Kindergartenjahr ging am 29.11. zu Ende mit der Ausgabe der Zeugnisse. Ja, auch 3-Jährige bekommen hier schon Zeugnisse! Allerdings konnten wir uns gegen „Examen“ bei den Kleinen durchsetzen, aber in der Vorschulklasse wollen doch die meisten Eltern unbedingt diese Prüfungen.

Lornah übt mit den Kindern das Abwaschen

Wir haben jetzt 25 neue Kinder für Februar 2020 registriert, die wir nach unseren Kriterien ausgewählt haben. Auf der Warteliste hatten wir allerdings über 40 Kinder. Da wir eine 1. Klasse einführen möchten, benötigen wir dringend noch einen geeigneten Lehrer. („Lehrer“ ist hier nicht das Problem, aber „ geeignet“). Nachdem das Jahr 2019 vor allem bestimmt wurde durch das Umsetzen von Baumaßnahmen, wollen wir uns 2020 vor allem auf inneres Wachstum konzentrieren: Schulungen für unsere Lehrer und die umliegender Schulen, sowie Sicherung der finanziellen Situation.

Unser Spielplatz- der einzige weit und breit- erfreut sich großer Beliebtheit, sowohl im Kindergarten als auch im Bible Club

Unsere Aushilfs-Lehrerin Lornah hat sich so sehr bewährt und so viel Liebe für die Kinder gezeigt, dass wir sie ab Januar zu einer „In-Service-Caretaker- Ausbildung“ schicken werden, d.h. sie macht während der Ferien ihre Ausbildung und arbeitet in den Terms weiter in Amuka.

Weiterhin haben wir etliche Patienten gehabt. Einer ist der kleine Davis mit spastischen Lähmungen. Im Oktober hatte seine Mutter mit Übungen begonnen, die schon einige Veränderung gezeigt haben. Anfang Dezember war Antje mit den beiden wieder im Krankenhaus, wo sie neue Übungen gezeigt bekamen.

Im Oktober kam Shafira mit ihrem offensichtlich herzkranken 13jährigen Sohn Abraham zu uns. Nach Arztbesuchen in Mbale und Kampala hat sich die Diagnose „Fallot‘sche Tetralogie“ herausgestellt, eine angeborene Herzfehlbildung, die zu Sauerstoffmangelversorgung führt. Nur 30% der unbehandelten Kinder überleben die ersten 10 Jahre. Auch Abraham geht es zunehmend schlechter, da sein Herz den wachsenden Körper immer weniger versorgen kann. Eine entsprechende Operation kann in Uganda durchgeführt werden, kostet aber 4400€.

Abraham (re) mit seinen Eltern und Bruder vor ihrer Lehmhütte

Es hat uns sehr gefreut zu sehen, dass die Eltern Shafira und Peter wirklich zusammenarbeiten und sich bestmöglich um ihre vier Kinder kümmern. Ihr einziger relevanter Besitz sind allerdings eine Kuh und ein Schwein, durch deren Verkauf sie vielleicht 300€ aufbringen könnten. So haben wir jetzt begonnen, das Fundraising in Uganda (Politiker, der Wahlkampf hat begonnen) und Deutschland in Angriff zu nehmen. Große Unterstützung bei allen Fragen erhalten wir dabei von unserem Freund und Nachbarn Moses, der in Kampala als Apotheker arbeitet und die Familie auch dort ins Herz-Institut begleitet hat.

Von ganzem Herzen möchten wir uns bei Euch allen bedanken, die mit Gaben und Gebet hinter der Arbeit stehen, bei allen, die uns immer wieder ermutigen, auch in schwierigen Phasen weiter daran zu glauben, dass unser Himmlischer Vater den Menschen in Manafwa Zukunft und Hoffnung geben will! Und vielen Dank auch für jede Form der praktischen Hilfe!

Wir wünschen Euch ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für 2020!
Orge & Antje Balack
mit dem ganzen Amuka-Team

Rundbrief Juli 2019

Liebe Freunde, Interessierte und Unterstützer!

Letzte Woche ging unser Sabbatjahr in Uganda zu Ende. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Wedel sind wir in den Urlaub nach Schweden gefahren, so dass der Rundbrief diesmal von ganz woanders zu Euch kommt.
Es war ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen, in dem vieles erreicht, aber anderes auch bis jetzt nicht geklärt werden konnte.
Wir haben gute, treue Freunde und Mitarbeiter gefunden, mit denen zusammen wir wirklich einiges aufbauen konnten, andererseits mussten wir erleben, dass frühere Freunde sich gegen uns gewandt haben, ohne dass für irgendwen ersichtlich wäre, warum.

Mitglieder der Family Group, die regelmäßig kamen, erhalten Mais für die Familie

Sehr schön ist es, zu erleben, wie viele Menschen jetzt zur Family Group am Freitagnachmittag kommen, sich dort Beziehungen vertieft haben und Menschen wachsen konnten.
Nachdem wir in den letzten Wochen geistliche Themen (Vergebung, Gott unser Vater, Dankbarkeit) und Anamed-Unterricht (durch die Teilnehmer des letzten Seminars) hatten, hat jetzt Ronald von Jenga landwirtschaftliche Schulungen begonnen („Farming God‘s Way“), so dass der immer wiederkehrenden Hungersnot hoffentlich etwas entgegengesetzt werden kann. Das fordert Umdenken und Eigeninitiative, was nicht so vielen Menschen im Dorf leicht fällt.

Unser Kindergarten wird von Kindern und Lehrern täglich mit Freude besucht. Es ist ja auch wirklich ein schönes Umfeld, besonders auch Dank Gideon, der den Garten mit großem Einsatz gestaltet. Antje hat begonnen, den Lehren einfache Spiele wie Memory, Mikado und Fädeln beizubringen und sie haben mit großer Begeisterung gespielt! Sie selbst fertigen auch sehr schöne Poster zu Unterrichtsinhalten an. Wir haben versucht Spielzeuge in Mbale zu kaufen, z.B. Plastikbausteine, aber die Qualität ist einfach zu schlecht und die Auswahl sehr gering. Wenn jemand von Euch Spielzeug wie Duplo- der Holzbausteine, einfache Tischspiele, Steckspiele oder Plastiktiere abzugeben hat, würden wir uns sehr freuen.

An einem Tag waren wir zur Hospitation in dem Kindergarten einer Koreanerin in Mbale, von dem alle Lehrer mit neuen Ideen zurück kamen. Inzwischen haben wir die Räume mit sehr schönen Holztischen einrichten können und dazu passenden Plastikstühlen (allein das Beschaffen der Stühle kann hier zu einer echten Vollzeitbeschäftigung werden).

Bisher konnten wir ja erst ein Gebäude mit zwei Gruppenräumen bauen, so dass eine Gruppe sich im Zelt trifft. Deshalb sind wir sehr glücklich und dankbar, dass wir durch Zusagen der „Ernst Prost Stiftung“ und des „Vereins zur Förderung von Kleinprojekten in Entwicklungsländern“ in den nächsten Schulferien mit dem Bau eines zweiten Blocks mit einem Klassenzimmer, sowie Büro, Lager und Mitarbeiterraum und dem Küchenbau beginnen können. Bauleiter wird wieder Aaron Masaba sein, der uns jetzt auch sehr mit administrativen, seelsorgerlichen und beratenden Tätigkeiten zur Seite steht und im Dorf großes Ansehen genießt. Aaron und
seine Frau Jenie haben Mercy mit ihrem Baby aufgenommen, so dass sie jetzt in Mbale einen Kurs im Backen besuchen kann, der ihr hoffentlich hilft, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Ende Mai/ Anfang Juni hatten wir
unseren zweiwöchigen medizinischen Einsatz mit unserem Freund Dr. Christian Linkert (der mit seinem Sohn Johannes kam)
und dem Team eines nahegelegenen Health Centres. Es
konnten an 5 Tagen 485 Patienten
behandelt werden, hauptsächlich Frauen und Kinder. Teilweise kamen die Patienten schon morgens um 5 und um 7 Uhr schickten wir schon welche nach Hause, weil es einfach zu viele waren. Hauptsächlich wurden Malaria, sowie Geschlechts– und Hautkrankheiten behandelt. Also vieles, was mit dem Lebensstil zusammenhängt!

Shenay bei der Registrierung von Patienten

Ganz herzlichen Dank an den VFKE für die Finanzierung dieses Einsatzes!!! An den anderen Tagen fanden gut besuchte Eheseminare mit Christian statt, wir zeigten den Jesus-Film in Lumasaaba und am letzten Tag kam ein großes internationales Gebetsteam von Jenga, was auch viele sehr ermutigt und gesegnet hat.
Überhaupt sind wir sehr dankbar für alle Unterstützung durch Jenga, sowohl geistlich, als auch in
rechtlichen Fragen. Ohne Robby Keen und seine Mitarbeiter hätten wir im letzten Jahr vieles nicht erreichen können.

Im letzten Jahr hatten wir auch viel mehr Zeit mit den Patenkindern und konnten mehr Einblick in ihre Lebens- und Schulsituation bekommen. Oft ist das sehr frustrierend und schwer zu verstehen, was wirklich vor sich geht. Wir haben jetzt fast alle Kinder an einer lokalen privaten Grundschule oder einer lokalen staatlichen Sekundarschule. Jonathan und Antje waren immer wieder im Kontakt mit den Schulleitungen, um zu sehen, wie es unseren Kindern geht. Bei diesen Besuchen zeigten sich Schulleiter und Lehrer natürlich von ihrer besten Seite, aber es gibt eben auch die andere Seite: Trotz staatlichen Verbots werden Schüler geschlagen, mit Rohrstock, regelmäßig und auch völlig ungerechtfertigt. Schüler, die Lugisu sprechen, werden bloßgestellt und teilweise
fällt 50% des Unterrichts aus, weil die Lehrer einfach nicht erscheinen. Kein Wunder, wenn in solchem Umfeld nicht viel gelernt wird und Schüler sich nicht wertgeschätzt fühlen.

Ausflug in den Zoo

Trotzdem ist es schön, wie einige der gesponserten Kinder sich charakterlich, geistlich und sozial entwickeln und auch Verantwortung für andere übernehmen und sich in der Gemeinschaft einsetzen.
Mit 15 Patenkindern, die sich besonders engagiert zeigten, unternahmen wir im Mai einen Ausflug nach Mbale in den Zoo und zum Schwimmen, was für alle ein großes Ereignis war, da sie sonst kaum aus dem Dorf herauskommen.

Amuka-Mitarbeiter vor Ort

Nachdem wir jetzt abgereist sind, übernehmen unsere Töchter Anna-Rahel und Tabea einen Teil der Aufgaben und kümmern sich um Rose und Harriet. Wir sind aber
auch dankbar für unsere Mitarbeiter, die sich sehr einsetzen und ihr Bestes geben. Leider sind sie auch immer wieder unter Beschuss, sowohl von ihren Clans, die meinen sie müssten jetzt sehr viel Geld haben, da sie bei Weißen arbeiten (tatsächlich müssten wir ihnen Amuka-Mitarbeiter vor Ort viel mehr geben für ihre Arbeit, haben das Geld aber selbst nicht) und auch im geistlichen Bereich. Bitte betet besonders für sie!
Soweit von uns… Im Anschluss haben wir Euch einige Briefe von verschiedenen Menschen aus Bunamukheya übersetzt, damit sie mal direkt zu Wort kommen.

Herzliche Segensgrüße,
Orge & Antje Balack


Briefe aus Bunamukheya an Freunde in Deutschland:

Hallo Dr. Chrsitian, wir grüßen Dich im Namen Jesus! Wir – die Familie von Gideon und
Lornah von Amuka- wollen uns herzlich bedanken für die Behandlung während des „Medical Camps“ und für die Ermutigung durch das Wort Gottes und das Ehetraining.
Wir wurden sehr gesegnet und lieben Dich sehr und wünschen, dass Gott Dich segnet,
wo immer du bist! Mit freundlichen Grüßen,
Gideon und Lornah, Amuka, Uganda

Dankesschreiben an meinen Freund,
Ich grüße Dich im Namen unseres allmächtigen Vaters. Ich bin Kimono Lydia, die diesen Brief schreibt und möchte Danke sagen für alle Medizin, die ich bekam. Ich litt an Malaria, aber jetzt bin ich wieder gesund. Vielen Dank, Kimono Lydia

Hallo liebe Freunde in Deutschland und anderen Ländern,
Lobt den lebendigen Gott!
Dies ist Jenipher Wafula von der Amuka Family Group. Ich möchte Euch herzlich
danken für Euren Einsatz, der ganz sicher nicht umsonst war. Möge der Allmächtige
Gott Euch belohnen für Eure Barmherzigkeit, die Ihr uns erwiesen habt. Ihr habt
Orge und Antje unterstützt, so dass sie uns beistehen können in verschiedener Art und
Weise, wie z.B. durch den medizinischen Einsatz. Es gäbe viel zu sagen, aber vor allem:
Gott segne Euch!
Jenipher Wafula

Liebe Sponsorin,
wie geht es Dir?… Ich möchte mich herzlich bedanken für das Bezahlen meiner Schulgebühren, für Workshops an denen wir teilnehmen können, für medizinische
Behandlung und für die Tour zu interessanten Orten wie Zoo und Pool. Ich bin so
glücklich und möchte mich herzlich bedanken, zudem möchte ich Dir fünf Eier schicken
als Zeichen meiner Wertschätzung…
Gottes Segen, Daphine

Lieber Sponsor,
Ich bin Carol, 17 Jahre alt und das 5. von acht Kindern, ich gehe in die 10. Klasse. Der
Grund warum ich schreibe ist, dass ich meine Wertschätzung ausdrücken möchte. Vielen Dank für die Fürsorge, die Du mir seit der Grundschule bis jetzt in der weiterführenden Schule erwiesen hast. Viele andere haben die Schule verlassen, weil sie die Gebühren und Schulmaterialien nicht bezahlen konnten. Vielen Dank für Dein fürsorgliches und einzigartiges Geschenk, das stets pünktliche Zahlen meiner Schulgebühren, denn ich finde die Schule sehr interessant. Ich werde Deine Liebe nie vergessen. Carol

Lieber Sponsor,
Danke für die medizinische Behandlung und das Bezahlen meiner Schulgebühren. Ich
liebe Dich so sehr und wünsche mir, Dich eines Tages in meinem Zuhause zu sehen. Ich gehe gerne zur Schule, liebe Fußball und Mathematik. Gott segne Dich, Emmanuel

Liebe Sponsorin,
…ich bin sehr froh über alles, was Du für mich getan hast, seitdem Amuka in unser Dorf kam. Danke für meine Schulgebühren, für das Bible Club Shopping, für unsere Tour und dass ich mehr über Gottes Liebe lernen kann. Ich habe nichts zu geben, aber ich bete, dass Gott Dich segne und alles was Du mir Gutes getan hast, doppelt zurückerstattet.
Gott segne Dich, Alex

Liebe Freunde von Amuka Deutschland!
…Ich bin wirklich glücklich, gute Freunde wie Euch zu haben, die uns im Gebet und
finanziell unterstützen.
Ich bin ein Lehrer im Amuka Kindergarten und auch im Bible Club. Der Kindergarten
verändert das Dorf positiv, weil die Kinder es genießen an diesem interessanten und
schönen Ort zu lernen. Der Kindergarten hat den Kindern geholfen, die Liebe Gottes zu
ihnen zu erleben. Insgesamt hat Amuka das Leben vieler Menschen in Bunamukheya
verändert durch Aktivitäten wie Hilfe für die Bedürftigen, Heilung für Menschen mit
zerbrochenen Herzen und anderem. Bald werde ich meine geliebte Elizabeth heiraten
und wir brauchen Eure Gebete für eine starke Ehe,…herzliche Grüße, Innocent

Ihr Lieben in Amuka Deutschland,
Ich schreibe im Namen von Amuka Uganda und der Dorfgemeinschaft, um herzlichen
Dank zu sagen für Eure Liebe und alle Taten der Liebe, die Ihr hier zeigt, wir z. B.:
Unterstützung für die Erziehung von bedürftigen Kindern, wie etwa Waisen, die sonst
hätten die Schule abbrechen müssen.
Danke, dass Ihr den Bau des Kindergartens ermöglicht habt mit bisher zwei Klassenräumen und der dritten Klasse in einem grün-gelben Zelt. Danke auch für das
großartige Medical Camp über zwei Wochen mit guter medizinischer Versorgung und
Ehetraining, beides geleitet von Pastor Dr. Christian!
Dank und Wertschätzung von Uganda nach Deutschland, Gott möge Euch belohnen und segnen, Jonathan Khatoko
(Mitarbeiter)

Grüße im Namen Jesu! Ich schreibe als Vertreter von Bunamukheya und möchte Euch
und Familie Balack danken für alle Beiträge in der Hilfe für Bedürftige, Unterstützung
mit Schulgebühren. Danke für medizinische Hilfe für kranke Menschen, Mais, die Amuka Family Group und den Bible Club, Schulungen und Touren.
Danke für den Bau des Kindergartens, der unser Dorf verändert hat und eine gute
Grundlage für Bildung legt.
Danke für jedes Training, das unsere Dorfbewohner von untätigen zu aktiven Menschen verändert.
Dank an Amuka Deutschland, die uns stets finanziell unterstützen, möge Gott Euch
reichlich belohnen!
Mit herzlichen Grüßen,
James Waninda,
(Dorfvorsteher)

Rundbrief Mai 2019

Sei getrost und unverzagt und mache es!
Fürchte dich nicht und lass dich nicht erschrecken!
Gott der Herr, mein Gott, wird mit dir sein und dich nicht verlassen,
bis du jedes Werk für den Dienst im Hause des Herrn vollendet hast.
1. Chronik 28:20

Liebe Freunde vom Amuka!

Der Vorstand des Kindergartens (Orge, Grace, Aaron, Antje, Davis, Robby)

In den letzten Wochen ist so viel passiert, dass wir das Schreiben dieses Rundbriefes immer wieder verschoben haben. Wir sind sehr, sehr dankbar, dass der Bau des Kindergartens jetzt überwiegend abgeschlossen ist. Es hat alles wunderbar geklappt mit Aaron Masaba als Bauleiter, der jeden Tag aus Mbale ins Dorf fuhr, Zementsäcke gezählt hat, Arbeiter ermahnte, Freundschaften im Dorf geknüpft hat und sogar zu Beerdigungen ging, was hier ganz wichtig ist. Er hatte „nebenbei“ etliche seelsorgerliche Gespräche, z.B. im Hinblick auf den Alkoholkonsum einzelner Arbeiter.

Wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, ist der Kindergarten sehr schön geworden, auch wenn wir uns bemüht haben alles recht einfach zu belassen, z.B. haben wir keine Zimmerdecken eingezogen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Unterstützung des „Vereins zur Förderung von Kleinprojekten in Entwicklungsländern“ und der Rotarier aus Stade.

Wächterhaus mit Lagerräumen

Vorerst haben wir ein Gebäude mit zwei Klassenzimmern, ein Wächterhaus mit Lagerraum und alle von der Regierung vorgeschrieben Latrinen gebaut.

Eine kleine Küche wurde erstmal aus übriggebliebenen Pfosten und Brettern gebaut, wie Ihr sehen könnt wirklich „airconditioned“! Nun muss das Ge-lände gestaltet werden, insbesondere müssen Bäume und Gras gepflanzt und ein Spielplatz angelegt werden.

Latrinen für Kinder und Lehrer

Und natürlich müssen die Klassenräume noch mit Möbeln, Matten und Lern-und Spielmaterialien ausgestattet werden.

In Ermangelung eines IKEAs mussten wir uns anderweitig umsehen und stießen dabei auf eine ungeahnte Quelle: Das städtische Gefängnis! Hier werden von Gefangenen wirklich hochwertige Möbel nach eigenen Wünschen zeitnah(!!!) angefertigt und das alles bei sehr qualifizierter und freundlicher Beratung. Es ist nicht erlaubt, mit den Gefangenen Gespräche über ihre persönlichen Umstände zu führen, aber bei ihrem letzten Besuch dort konnte Antje ein Interesse an Neuen Testamenten feststellen. Wir haben einen „Probetisch“ anfertigen lassen, dazu kommen dann jeweils Plastikstühle für 5 Kinder, so dass eine Sitzgruppe je 45€ kosten wird.

Provisorische Küche

Alle geplanten Anschaffungen und den Bau des zweiten Blocks mit Büro/ Lehrerzimmer und dem dritten Klassenraum werden wir durchführen, sobald Geld dazu zur Verfügung steht.

Eine Tisch- und Stuhlgruppe

Wir sind sehr froh, dass diese neuen Gebäude nicht allein dem Kindergarten dienen werden, sondern der gesamten Dorfgemeinschaft. Die Dorfbewohner sind sehr stolz und dankbar, dass es jetzt in ihrem Dorf so schöne Gebäude gibt, das ist für sie ein ermutigendes Zeichen, dass Entwicklung geschieht. Für morgen (7.5.2019) haben wir den Umzug vom alten Projektgelände in den Kindergarten geplant. Wir werden das alte Gelände ganz aufgeben, da es finanziell gesehen nicht sinnvoll ist, zwei Standorte zu haben (z.B. braucht man immer auch Wächter) und da das Land dort nicht uns gehört. Somit werden der Bible Club und die Family Group dann auch auf dem neuen Gelände stattfinden.

Ende April hatten wir schon den ersten Workshop für Vorschullehrer aus 13 umliegenden Schulen in den neuen Räumen. Dazu kam Heidi von CFI (Christliche Fachkräfte International) aus der Nähe von Kampala für zwei Tage zu uns und unterrichte insgesamt ca. 40 Lehrer. Durch ihre Erfahrungen mit den 300 Kindergärten in Luwero, die von ihr betreut werden und ihre sehr wertschätzende Art, war Heidi eine große Bereicherung für alle und es wird gewünscht, dass sie wieder kommt.

Im letzten Rundbrief hatten wir ja geschrieben, dass wir für unsere Jugendlichen handwerkliche Ausbildungsmöglichkeiten suchen. Jonathan Khatoko und Antje sind herumgefahren und haben zwei potentielle Schule gefunden, eine von Amerikanern aufgebaut, eine von Briten. Wen von unseren Jugendlichen wir letztlich zur Ausbildung schicken werden, ist zur Zeit noch nicht klar, da wir von ihnen auch die Bereitschaft erwarten, sich zu ändern und gutes Verhalten zu zeigen.

Leider haben wir das Problem, dass ein Teil unserer Jugendlichen mit Eltern aufgewachsen ist, die Alkohol brauen und so selbst immer wieder trinken. Zwei von ihnen wurden besonders an unserem benachbarten Drinking Place gesehen. Wir haben immer wieder mit ihnen geredet und sie ermutigt, einen anderen Weg einzuschlagen. Dann sahen Jonathan und Antje eines Tages den Lehrer einer dieser Schulen
ebenfalls dort sitzen!! Menschlich gesehen kann man da nicht viel Hoffnung auf Veränderung in dieser Gegend haben, da das Problem des Alkoholismus sich so durch alle Bevölkerungsgruppen zieht, vom Ungeborenen über Alkohol-brauende Mütter und trinkende Väter bis zu den Ladenbesitzern, die unter der Theke Hochprozentiges verkaufen. Vor zwei Monaten haben wir zusammen mit einigen Mitarbeitern und Dorfbewohnern eine Gebetsgruppe begonnen, die sich durch Gebetstreffen und Hausbesuche bei Interessierten für eine geistliche Erneuerung einsetzt.

Tabitha

Gestern wurde Derrick Bwayo, eines unserer langjährigen Patenkinder, beerdigt. Er war gehörlos, spastisch gelähmt und wie wir immer mehr feststellten, geistig sehr eingeschränkt. Von seiner Mutter wurde er verstoßen. Woran er letztendlich starb, ist nicht wirklich klar. Seine Verwandten brachten ihn zwar ins Krankenhaus, aber es war nichts mehr zu machen. Bei der Beerdigung traf Antje Tabitha, die vor drei Jahren mit Hilfe von Amuka an einem Hirntumor operiert wurde.
Sie leidet seitdem unter Einschränkungen im Sehen, Hören, Mimik und Gehen, aber immerhin steht ihr Mann zu ihr und vor zwei Jahren bekam sie ihr drittes Kind.

Die nächsten Wochen werden für uns weiterhin sehr herausfordernd sein. Zwar wird Orge wohl nicht mehr ständig zum Bankautomaten laufen müssen, um Baugelder abzuheben, aber dafür wird er sich mit einem Budget für die Schule befassen müssen, d.h. herausfinden, wie wir mit den begrenzten, monatlich zur Verfügung stehenden, Spenden Gehälter bezahlen und den Kindergartenbetrieb aufrecht erhalten können. Außerdem muss unsere Solaranlage vom alten zum neuen Gelände mitgenommen werden und es stehen etliche administrative Aufgaben an.

Der zweite Term des Kindergartens beginnt am 27. Mai, bis dahin muss alles vorbereitet sein u.a. muss noch ein Schulleiter gefunden werden. Für den 28. Juni planen wir dann die offizielle Einweihung mit Vertretern aus dem Distrikt und einer Abgeordneten des ugandischen Parlaments.
Sehr freuen wir uns auf den Besuch unseres langjährigen Freundes Christian Linkert und seines Sohnes Johannes, die Ende Mai für drei Wochen kommen wollen.
Christian arbeitet seit 20 Jahren als Arzt und Pastor an den Flüssen des peruanischen Urwaldes und hat somit sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet der Tropenmedizin.

Über zwei Wochen planen wir ein medizinisches und geistliches Programm u.a. mit Hilfe eines Teams von JENGA und Unterstützung des Direktors eines lokalen Health Centers. Da wir so etwas noch nie gemacht haben, ist das eine riesige Herausforderung!

Agnes und Mary beim Herstellen von einer Salbe beim anamed Seminar

Orge hatte letzte Woche die Möglichkeit an einem anamed-Seminar in Semuto, nördlich von Kampala teilzunehmen, das von Martin Ebeling aus Wedel gesponsert und von Samuel Bawala organisiert wurde. Orge fuhr dort zusammen mit zwei Frauen und einem Mann aus unserer Family Group hin, die seit Jahren aktiv sind und auch schon einige Erfahrung mit Heilpflanzen haben. Alle haben sehr davon profitiert und bedanken sich ausdrücklich bei Martin. Wir hoffen, sie werden ihr Wissen in Zukunft in der Gruppe weitergeben.

Wir freuen uns auch, wenn wir von Euch aus Deutschland und sonst wo in der Welt hören.

Vielen Dank für alle Unterstützung und Gebete!

Liebe Grüße
Eure
Antje & Orge