Rundbrief Dezember 2022

Liebe Freunde von Amuka!

Heute ist der letzte Tag des Jahres und es wird höchste Zeit, Euch wieder zu berichten! Weihnachten haben wir getrennt gefeiert: Orge in Deutschland mit der Familie und Antje in Uganda mit Harriet und Rosie. Das ist nicht optimal, aber da die Mädchen von Ende November bis Anfang Februar Ferien haben, ist es wichtig, dass dann jemand bei ihnen ist.
Ich (Antje) bin also am 25.11. hier angekommen und es ist viel passiert seitdem: Ich fand alles in guter Ordnung vor, nur war das Schuljahr bereits beendet und so fand kein Kindergarten mehr statt.
Unsere beiden Lehrer Marsden und Annet mussten dann auch gleich zum College, um Ihre Abschlussprüfungen zu machen. Auf die Ergebnisse warten wir noch. Und ab Februar benötigen wir dringend zwei weitere Lehrer, da wir ja eigentlich vier Klassen haben.

Anfang Dezember stand dann gleich eine Fahrt mit vier Patienten und Begleitung zur Hauptstadt Kampala an:

Stanleys Rollstuhl wird angepasst

1. Stanley (31) hat wohl Muskelschwund und kann seit 16 Jahren nicht mehr laufen. Er bekam von der deutschen Organisation ProUganda einen sehr schönen, neuen Rollstuhl und kann jetzt auch außerhalb seines Zuhauses unterwegs sein. Ich habe mich gefreut, ihn Weihnachten in der Kirche zu sehen.

2. Der dreijährige Paul hat eine Kniefehlstellungen und soll von ProUganda Beinschienen bekommen, die aber erst im Januar angefertigt werden können. Bis dahin soll seine Großmutter mit ihm Übungen machen.

Paul und seine Oma lernen Übungen für die Knie

3. Mit Abraham waren wir dann wieder in der Herzklinik. Er wartet ja schon drei Jahre auf seine Herzoperation, aber durch den langen Lockdown hier, sind alle OPs zum Erliegen gekommen. Wir haben eine Zusage für 2023 – hoffentlich klappt es nun!

4. Gift Nanzala bekam nach 2 Jahren Wartezeit ihre neue Beinprothese in deutscher Qualität!

Harriet war auch mit auf dieser Reise, um ihren Reisepass in Kampala abzuholen. Es hat endlich geklappt und wir hoffen für beide Mädchen auf ein Visum, bis dahin müssen noch einige Hürden genommen werden.

Gift Nanzala mit einer „deutschen“ Beinprothese

Wir hatten noch einige weitere Patienten und es stellt sich immer wieder heraus, dass die unzureichende medizinische Versorgung hier im Dorf ein Problem für viele ist. Sehr problematisch ist es auch, dass die lokalen Krankenpfleger (mit welcher Ausbildung auch immer) gleichzeitig diejenigen sind, die Medikamente an ihre Patienten verkaufen und somit Interesse an den Einnahmen haben.
Unser Wächter Jimmy hatte vor drei Monaten eine Leistenbruchoperation und seitdem immer wieder Beschwerden. Dagegen wurden ihm regelmäßig Antibiotika verkauft. Wir sind dann mal zu einem qualifizieren Arzt in Mbale gegangen und er meinte, das Gewebe sei noch gereizt (der Chirurg war wohl nicht so toll), aber es gebe keinen Grund für Antibiotika. Eine unserer Dauerpatientinnen ist die kleine Monica mit Hydrozephalus, die immer wieder ins Krankenhaus muss. Im CURE Hospital wird sie gut versorgt. Auch ihre Mutter Sylvia braucht Unterstützung, da ihr Mann überwiegend bei seiner zweiten Frau ist und sich wenig um Monica kümmert, z.B., dass sie genug zu essen bekommt.

Sylvia und Monica in der Mutter-Kind-Gruppe

Seit einigen Wochen haben wir als Team eine tägliche 15minütige Gebetszeit, in der wir in allen Ecken des Geländes für verschiedene Anliegen beten: Dorfbevölkerung, Kindergarten, Mitarbeiter, geistliches Wachstum und auch immer für alle Unterstützer in Deutschland. Ich habe überhaupt den Eindruck, dass sich das Denken im Team langsam wandelt zu einem „Über-den-eigenen-Teller- rand-hinaus-Denken“. Es scheint ihnen mehr bewusst zu sein, dass hinter der Arbeit Menschen in Deutschland stehen, die, aus Liebe zu ihnen unbekannten Menschen, Geld spenden.
Es freut mich auch, dass sie immer mehr Freude am gegenseitigen Schenken entwickeln. Viel Spaß hatten alle mit unserem Adventskalender, wobei jeden Tag jemand von einem Kollegen etwas geschenkt bekam: zwei Eier, eine Tasse Erdnüsse, Milch usw. Auch hatten sie Geld zusammengelegt, um zu meiner Ankunft ein besonderes Essen zu kochen. Und ich bekam zu Weihnachten Mehl geschenkt! Vielleicht nicht ganz uneigennützig, denn sie profitieren davon, wenn ich Brot oder Kuchen backe.
Jedenfalls ist diese Freude am Schenken und Teilen eine positive Entwicklung!

Mitarbeiter-Ausflug zum Zoo

Am 22.12. sind wir dann mit dem ganzen Team in die Stadt Mbale gefahren. Zuerst waren wir in dem kleinen Zoo am Berg, was immer sehr nett ist, weil man mit einem Tierpfleger direkt an die Tiere ran- kommt. Dann haben wir uns die Produktion von Zukuka Bora, dem besten Kaffee Ugandas angesehen (von unserer Dachorganisation Jenga), was alle sehr beeindruckt hat, wie aufwändig das ist.
Am Abend haben wir dann ein tolles Weihnachts-Straßenkonzert der Musaale Church besucht, wo wir auch zu den Gottesdiensten gehen. Ich glaube, am meisten haben sich alle allerdings über das reichliche Mittagessen gefreut!

Ansonsten läuft unser Bible Club weiter mit Sharon (auch aus der Musaale Church), die einen guten Draht zu den Kindern und Jugendlichen hat. Wir hatten auch eine tolle Weihnachtsfeier zusammen.

Der verrückte Weihnachtsreiseverkehr!
Unsere Bible Club Weihnachtsfeier mit Sharon

In der Family Group hatten wir im Dezember das Thema „Liebe“ anhand von 1. Korinther 13 und den „5 Sprachen der Liebe“.
Immer, wenn ich Beispiele brachte, wie die Frauen ihren Männer Liebe zeigen könnten, brachen alle in Gelächter aus. Das ist unvorstellbar für sie, dass sie sich als Ehepartner Liebe zeigen können. Da fehlen ihnen die Vorbilder. Ehen sind einfach „temporäre Zweckgemeinschaften“. Echt schade!

Sehr schön war es, dass wir am 23.12. noch Lebensmittel an die (regelmäßigen) Teilnehmer der Family Group ausgeben konnten. Dieses Jahr war aufgrund der Preissteigerung sehr schwierig für die meisten Menschen. Als wir eine Sonderspende für Lebensmittel bekamen, entschieden wir die Hälfte jetzt zu nutzen und die andere Hälfte im nächsten Jahr in der Hungerzeit.
So bekamen 93 Leute/Familien je eine Schüssel mit Maismehl, Reis, Öl, Erdnüssen und Seife (die auch sehr teuer wurde). In diesem Jahr gibt es übrigens keine Trockenzeit wie üblich im Dezember, sondern extrem viel Regen! Das ist erstmal nicht schlecht, mal sehen, was nächstes Jahr kommt!

In der Family Group führte unser Team ein Stück in Anlehnung an Vater Martin von Leo Tolstoi auf,
allerdings anstelle eines alten Schumachers mit einer Schneiderin

Wir danken euch von ganzem Herzen für eure treue Unterstützung, für alle Gebete und Ermutigung. Seid auch im neuen Jahr alle reichlich gesegnet!

Wir wünschen Euch ein gesegnetes neues Jahr 2023!

Orge & Antje Balack

Die Empfänger der Nahrungsmittelhilfe

Rundbrief Juli 2022

Liebe Freunde von Amuka!

Im Juli waren wir endlich mal wieder als Familie in Uganda. Antje, Shenay und Orge waren bzw. sind vor Ort und konnten bzw. können noch viele Kontakte pflegen und Dinge klären. Es konnte ein klärendes Gespräch mit dem Vorstand von Amuka Uganda geführt werden. Geplant ist, Amuka in eine nächste Phase zu führen, in der ugandische Mitarbeiter stärker in die Verantwortung genommen werden. So sollen auch kulturell bedingte „Reibungsverluste“ minimiert und die Arbeit effektiver werden. Wir sind sehr gespannt, ob sich das verwirklichen lässt. Es bleibt ein großer Teil Verwaltungsaufgaben zu erledigen, um dass alles zu gestalten.

Der Kindergarten läuft mit nur zwei Gruppen, denn wir brauchen weitere Lehrkräfte und eine Schulleitung (headteacher). Weiterhin suchen wir eine(n) Freiwilligen, bzw. ein Ehepaar mit Erfahrungen im pädagogischen Bereich zur Weiterentwicklung unseres Kindergartens. Vielleicht weiß jemand von euch von einer Person, die Freude daran hätte, in einer Einrichtung für die am meisten benachteiligten Kinder mitzuarbeiten, die Kinder auf die Grundschule vorzubereiten und ihnen Gottes Liebe weiterzugeben.

Unsere Lehrer Marsden und Annet sind sehr engagiert dabei und versuchen, das im Workshop „Fun of Phonics“ (mit Lauten sprechen und lesen lernen) gelernte im Unterricht anzuwenden. Sehr viel Spaß hatten wir kürzlich, als die beiden – mit Schuluniformen als Kindergartenkinder verkleidet – den Eltern die Bedeutung des Spielens für die Entwicklung verdeutlicht haben.

Für ausgewählte lokale Leiter aus Kirchen und Politik sowie Gesundheitsmitarbeitern der Umgebung konnten wir eine Schulung der Organisation „Wise Choices For Life“ anbieten, die besonders jungen Menschen helfen will, gute Entscheidungen für ihr Leben zu treffen, z.B. keine frühen sexuellen Beziehungen einzugehen, sondern zu warten, bis sie ihre Ausbildung beendet haben. Die Veranstaltung traf auf ein reges Interesse und wir hoffen, dass das Wissen weitergegeben wird.

Sonntags haben wir wieder einen „Bible Club“ für junge Menschen – zumeist welche aus unserem Fußball-Programm. Die Themen werden gerne in kleinen Anspielen aufgenommen. So konnten in drei Szenen unterschiedliche Kommunikationsformen im Familienalltag dargestellt werden. Die Teilnehmer haben dabei sehr viel Spaß und wir wünschen, dass sie das mit in ihren Alltag nehmen.

Freitags trifft sich immer noch die Familiengruppe. Zuletzt hatten wir die „Waffenrüstung Gottes“ zum Thema. Mit Helm, Schild Brustpanzer, Gürtel, Schuhen und Schwert. Um es anschaulich zu machen, durfte Orge zu jedem Punkt etwas anziehen…

Seit vielen Jahren unterstützen wir den gehörlosen Dan. Er konnte nun die erste Stufe einer Tischler-Ausbildung erfolgreich beenden. Darüber freuen wir uns sehr und wünschen ihm, dass er einen Platz findet, wo er das erlernte gut anwenden kann.

Mit unserem gesamten Mitarbeiter Team konnten wir vier Tage zu einem Seminar über die „Vaterliebe Gottes zu uns Menschen“ an den Nil fahren. Dabei war es uns ganz wichtig, dass das in einer Sprache geschieht, die sie ohne allzu viel Übersetzung verstehen können. Zuerst waren einige noch sehr skeptisch und zurückhaltend, da in unserer Umgebung einige böse Gerüchte über die Leiterin des Seminars im Umlauf sind. Doch bald schon zeigte Gott ihnen, wie es wirklich befreiend ist, wenn Gott in einem Menschen wirkt. Einer unserer Mitarbeiter hatte vor dem Seminar ein Bild vor Augen, wie er bei diesem Seminar ins Wasser des Nils gezogen wird und er fürchtete sich vor „dem Untergang“. Doch nachdem er das Lebenszeugnis der Leiterin gehört hatte, bekam er ein neues Bild vor Augen, in dem diese Leiterin ihn stattdessen aus dem Wasser rettete. Dies war ein sehr bewegendes Erlebnis, dass die Furcht aus den Herzen vertrieb und durch Freude ersetzte.

Monica bei unserem letzten Besuch beim Physiotherapeuten

Unsere Mitarbeiterin Agnes konnte sich in den letzten Monaten einige physiotherapeutische Kenntnisse in einer Schule für Kinder mit schwersten Behinderungen aneignen. Nun planen wir, dass sie einmal wöchentlich zu Kindern mit Hydrozephalus, Entwicklungsverzögerungen usw. nach Hause geht, um die Mütter anzuleiten, die Übungen durchzuführen.
Die kleine Monica mit Hydrozephalus entwickelt sich langsam weiter. Sie hat inzwischen gut zugenommen und wir versorgen sie weiterhin mit Milchpulver. Leider ist sie fast blind. Monicas Mutter kommt häufig zu Amuka und kann so immer wieder ermutigt werden.

Rosie und Harriet freuten sich sehr, dass mehr Familienmitglieder in Uganda waren. Wir hatten viele schöne Stunden zusammen. Wir sind sehr dankbar für die kleine christliche Schule, die wir für sie gefunden haben. Sie gehen gerne da hin und haben keine Angst mehr, von den Lehrern geschlagen zu werden.

Zusammen mit JENGA planen wir, Kaffee- Pflanzen und eine Schulung den Teilnehmern der Freitags-Familiengruppe anzubieten, so dass sie in etwa zwei Jahren guten Kaffee gegen eine faire Bezahlung liefern können. Schon lange überlegen wir, wie wir ein „income generating project“ (einkommen-erzeugendes Projekt) starten können und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unserem erfahrenen Partner.

Ein Nachtrag von Antje:
Am 31. 07. wollte ich mit Harriet und Rosie sehr früh nach Mbale zum Gottesdienst fahren, was wir wegen starker Regenfälle auf 9:00 verschoben. Wir kamen mit dem Motorrad Taxi nur sehr mühsam voran, wegen der katastrophalen Straßenzustände und einer kaum befahrbaren Brücke. Auf der Hauptstraße dann, aus dem Sammeltaxi in die Stadt, sahen wir, wie der Regen zu überfluteten Flüssen, beschädigten Brücken, Erdrutschen, eingestürzten Häusern und vernichteter Ernte geführt hatte. Später hörten wir auch von vielen Todesopfern, allein in einem Auto, das in den Fluss stürzte, kamen 11 Menschen um.
Auch die kleine Schule von Harriet und Rosie wurde überflutet. Teppiche, Möbel, Computer und Dokumente wurden beschädigt oder zerstört. Das ganze Ausmaß der Verluste und Schäden ist noch nicht klar.
Wenn jemand von euch spenden möchte, um beim Wiederaufbau zu helfen, würden wir uns freuen und das Geld entsprechend weitergeben, wo es gebraucht wird. Bitte gebt als Verwendungszweck „Fluthilfe“ an.

Ganz herzliche Grüße an euch alle, die ihr den Dienst in Uganda so treu unterstützt!
Orge & Antje Balack

Die Kinder des Amuka-Kindergartens

Rundbrief Mai 2022

„Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus“

Sprüche 4:23

Liebe Freunde von Amuka!

Längst nicht alle Versprechen werden hier gehalten…

Es wird Zeit, dass wir mal wieder aus Uganda berichten – von den letzten Monaten, in denen so einiges passiert ist. Das letzte Jahr endete leider nicht gut für unser ganzes Team, da sich kurz vor Weihnachten herausstellte, dass unser Mitarbeiter Gideon an verschiedenen Stellen und über längere Zeit Geld und Gegenstände entwendet hatte. Heraus kam alles, als die Spareinlagen der Family Group Mitglieder zu Weihnachten ausgezahlt werden sollten und ca. 400€ in der Kasse fehlten. Später stahl er noch zwei Fahrräder und anderes Geld aus der Kasse, dann war er für zwei Monate ganz verschwunden. Es war mir schon in den vorangehenden Monaten aufgefallen, dass er sich verändert hatte, aber auf meine Bedenken an verschiedenen Stellen hatte er immer eine Erklärung parat.

Durch Gideons Verhalten und die Annahme, dass auch seine Frau zumindest Bescheid wusste, musste wir auch sie als Lehrerin entlassen, was ein großer Verlust für den Kindergarten ist. Es ist wirklich ein ganz großes Problem in Kimaluli, dass so viele Menschen, obwohl sie aktive Kirchenmitglieder (wie Gideon) sind, keine Veränderung und Heilung ihres Herzens erlebt haben und immer noch in alten Verhaltensmustern verharren. So viele lassen sich immer wieder auf sündiges Verhalten ein, um ihre Ziele zu erreichen, anstatt auf Gott zu vertrauen. Das hängt sicher auch mit den okkulten Praktiken im Volk der Bagisu zusammen und mit dem weitgehenden Fehlen von Vätern und Leitern als positivem Vorbild.

Für die Koordination, Finanzen und die Arbeit mit Kindern haben wir im April Moureen aus einem anderen Landesteil eingestellt, die sich aber noch einarbeiten muss.

Sehr schön war, dass im Januar wieder alle Schulen in Uganda öffnen durften und somit auch unser Kindergarten startete (wenn auch nur mit zwei Lehrern).

Unsere Lehrer Marsden und Annet sind sehr engagiert dabei und man merkt, dass die Kinder wirklich Freude am Lernen haben.

Im April hatten wir die Gelegenheit als Team und zusätzlich mit zwei Lehrern der benachbarten Grundschule an einem Workshop für „Fun of Phonics“ (mit Lauten sprechen und lesen lernen) teilzunehmen.
Üblicherweise lernen die Schüler in Uganda mit der Ganzwortmethode lesen, was sehr mühsam ist und oft nicht zum Erfolg führt. Lernen sie aber die verschiedenen Laute kennen und wie man diese verbindet, können sie sich viel schneller neue Wörter erarbeiten.

Es ist unser Anliegen, dass wir noch andere Freiwillige aus Deutschland finden, die sich in Teil oder Vollzeit in Amuka engagieren, optimal wäre jemand mit pädagogischer Ausbildung, der/die aber vor allem auch die geistliche Entwicklung der Menschen im Fokus hat.
Wir haben Kontakt zu einer NGO in der Stadt Mbale bekommen, die Fürbitte für das Land hält und Leiterschaftsschulungen durchführt, das ist schon jetzt ein Segen für uns.

Wise Choices For Life-Gruppe

Außerdem haben Mary, Moureen und ich eine Schulung der Organisation „Wise Choices For Life“ besucht, die besonders jungen Menschen helfen will, gute Entscheidungen für ihr Leben zu treffen, z.B. keine frühen sexuellen Beziehungen einzugehen, sondern zu warten, bis sie ihre Ausbildung beendet haben. Wir planen, die Trainer von WCFL auch nach Kimaluli einzuladen, um unser ganzes Team und andere Leiter aus der Gegend zu schulen.
Geofrey und Moureen möchten Samstagnachmittags wieder eine Gruppe für Kinder und Jugendliche anbieten, ähnlich wie den „Bible Club“, den wir ja mit dem 1. Lockdown im März 2020 schließen mussten.

Esther und ihr Mama in der Mutter-Kind-Gruppe

Sehr freuen uns auch über die Entwicklung unserer Köchin Agnes. Sie ist kaum zur Schule gegangen, aber verfügt über viele Talente und Lebenskompetenzen.
Mit ihrer Familie hat sie einen kleinen Laden im Dorf aufgemacht und zeigt so wirklich, dass Entwicklung durch eigenes Engagement möglich ist.

Letztes Jahr begann sie die Mutter-Kind-Gruppe, die nach wie vor gut angenommen wird. Einige der Kinder leiden unter Behinderungen und bekommen keine Hilfe für ihre Entwicklung. Jetzt hat Agnes die Möglichkeit, an einer Einrichtung für körperbehinderte Kinder physiotherapeutische Fähigkeiten zu erwerben, ohne eine formale Ausbildung zu machen. Wir hoffen, dass sie später dann bei wöchentlichen Hausbesuchen die Eltern unterstützen kann, mit ihren Kindern entsprechende Übungen durchzuführen.

Baby Monica

Eins der Kinder, das wir dabei im Blick haben, ist die kleine Monica, die letztes Jahr mit Hydrozephalus geboren wurde. Als ich im März kam, fand ich sie völlig unterernährt vor; ihre Mutter Sylvia hat zu wenig Milch und ist überfordert, da ihr Mann ihr vorwirft Schuld an der Erkrankung zu sein (wie üblich hier) und sich an seine zweite Frau hält. Inzwischen war Monica wieder im CURE-Hospital, wurde zum 2. Mal operiert, so dass der Druck im Hirn jetzt reduziert ist und wir kaufen zusätzliches Milchpulver für Monica, so dass sie jetzt zunimmt.

Dan mit seiner Mutter

Vor einigen Jahren verhalfen wir Dan, der jetzt etwa 12 Jahre alt ist und ohne Darmausgang geboren wurde zu einer plastischen Operation, bei der ein Darmmuskel konstruiert wurde.
Kürzlich kam er mit seiner Mutter (sie wohnen weiter entfernt von uns) und sie berichteten dankbar, dass Dan seit der Operation ohne Probleme abführen kann.

Abraham wartet immer noch auf einen Termin für seine Herzoperation, da sich durch den Lockdown eine lange Warteliste aufgebaut hat. Uns wurde sogar nahegelegt, ins Ausland zu gehen. Bitte betet mit für ihn, da er mit seinen 15 Jahren wächst, aber sein Herz den Körper immer weniger mit Sauerstoff versorgen kann.

Rosie und Harriet geht es so weit gut, auch wenn sie sehr darunter leiden, dass wir immer wieder ohne sie nach Deutschland fliegen. Von Seiten der Behörden hier bekommen wir kaum Unterstützung. Wir sind aber dankbar, dass wir mit Hilfe durch Aaron unser Sorgerecht für drei Jahre verlängern konnten. Die Schule, die die beiden seit Januar in der 1. Klasse besuchten, ist sehr groß und es wurde uns schon nahegelegt, sie dort ins Internat zu schicken (wie mehr als die Hälfte der Erstklässler!). Wir merkten, dass dort auf ihre besonderen Bedürfnisse nicht eingegangen werden kann. So sind wir sehr dankbar jetzt eine kleine christliche Schule gefunden zu haben, wo Gebet und Heilung für die Kinder im Vordergrund stehen. Dort wird nach einem amerikanischen Lehrplan und mit von dort importierten Büchern unterrichtet.

Zum Schluss noch ein Foto von unserer Baumverteilaktion. Im April bekamen wir von JENGA hunderte von Obstbäumen: Orangen, Mangos, Zitronen, Avocados, Papayas und Passionsfrüchte, so dass unsere Family Group- Mitglieder jeweils einen Baum von jeder Sorte mit nach Hause nehmen konnten.

Ganz herzliche Grüße an euch alle, die ihr den Dienst in Uganda so treu unterstützt!

Orge & Antje Balack